Web 2.0 erklärt

AJAX: Ein Konzept der asynchronen Datenübertragung zwischen Server und Browser (Asynchronous Javascript and XML). Ajax ermöglicht die gezielte Abfrage von Daten über Internetapplikationen, so dass nicht bei jeder Anfrage die komplette Seite neu geladen werden muss. Daher wird durch Ajax unter anderem die Verbindung von Desktop- und Onlinefunktionen wesentlich vereinfacht.

Alpha-Blogger: (Auch: A-Blogger ) Die einflussreichsten Blogger können sich zu den Alpha-Bloggern zählen. Welche Kriterien man genau erfüllen muss, um ein Alpha-Blogger zu sein, ist nicht klar definiert, weshalb der Begriff unter Bloggern umstritten ist.

API: Abkürzung von ´Application Programming Interface´. Eine öffentlich zugängige Programmierschnittstelle, über die man Internetapplikationen in den Code des eigenen Internetprojekts einbauen kann. Die Technik, die den Mashups zugrunde liegt.

Beta: öffentliches Teststadium u.a. von Internetseiten, die bereits in Betrieb sind, aber noch mit gewissen Unzulänglichkeiten leben müssen. Der Sinn besteht darin, dass viele User die Seite live testen und auf Fehler hinweisen können.

Blog: Kurzform von Weblog. Eine Seite mit regelmäßigen Berichterstattungen und Kommentaren zu ausgewählten Themen, verbreitet auch in Form eines persönlichen Online-Tagebuchs. Die aktuellsten Einträge erscheinen auf der Startseite.

Blogosphäre/Blogosphere: Gesamtheit aller Blogs als kultureller Bereich des Lebens, Gemeinschaft der Blogger und das so entstandene Umfeld für Meinungsbildung.

Buzzword: Kann man am besten mit Schlagwort übersetzen. Schlagwörter sind einprägsam und beziehen sich auf ganze Sachverhalte, die genau genommen einer Erläuterung bedürfen (Beispiel: web 2.0).

Community: Mehr oder weniger spezialisierte Online-Gemeinschaft. Dient zum Knüpfen von Kontakten und zum Austauschen von Daten und Meinungen.

Corporate Blog: Ein Corporate Blog ist das Weblog eines Unternehmens. Es kann sowohl zur internen Kommunikation, als auch zur Präsentation des Unternehmens nach außen hin, genutzt werden.

Creative Commons License: Eine Lizenz mit der Autoren der Öffentlichkeit Nutzungsrechte an ihren Werken (Musik, Texte, o.ä.) einräumen können.

Feed: siehe RSS.

Folksonomy: Zusammengesetzter Begriff aus den englischen Wörtern folk (Volk) und
taxonomy (Klassifizierung). Drückt aus, dass beim Tagging jeder Nutzer im gleichen Maße an der Kategorisierung von Inhalten teilnehmen kann.

Group Blog: Blog mit mehreren Autoren.

Long Tail: Bei Grafiken über Produktverkäufe eines Sortiments bilden üblicherweise die Verkaufsschlager einen Berg an der linken Seite. Die weniger populären Produkte bilden rechts davon einen ´long tail´ (langer Schwanz). Da beim E-Commerce die Lagerkosten in der Regel allenfalls sehr gering sind ist es hier deutlich rentabler Produkte die nur eine Minderheit ansprechen oder gar ´Ladenhüter´ anzubieten.

Mapvertising: Die Onlinewerbung hat ihre Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft. Ein neuer Trend ist das Platzieren von Werbung auf Online-Landkarten. Eine andere Möglichkeit ist Werbung auf Gebäudedächern, so dass diese auf den Satellitenbildern sichtbar wird.

Mashup: Eine Internetseite die Teile von mindestens einer weiteren Seite integriert. Immer mehr Applikationen wie beispielsweise GoogleMaps sind für die Verwendung in anderen Projekten freigegeben. Daher entstehen durch ´mashen´(vermischen) viele interessante neue Projekte.

Permalink: Ein Link zu einem bestimtmen Blog-Beitrag. Da bei einem Blog nur die neuesten Beiträge auf der Startseite zu finden sind, nutzt man Permalinks, um auch auf ältere Artikel verlinken zu können.

Pingback: Verlinkt man in einem Blogartikel einen Artikel eines anderen Blogs, wird der Verfasser benachrichtigt, üblicherweise durch einen Hinweis im Verwaltungsbereich seiner Blog Software. Im Gegensatz zum Trackback benötigt diese Funktion keine spezielle Trackback-URL.

Podcasting: Anbieten von Audio- und Videodateien über das Internet. Diese können anders als beim Radio und beim Fernsehen zu einer beliebigen Zeit konsumiert werden. In vielen Fällen sind es regelmäßige Beiträge, die man abonnieren kann. Zusammengesetzter Begriff aus Ipod (populärer tragbarer mp3- und Video-Player von Apple) und broadcast (übertragen).

Post/Posting: Ein Blogeintrag.

Referrer: URL, von der ein Benutzer gekommen ist.

RSS: Abkürzung von Really Simple Syndication. Ein standardisiertes XML-Format, in dem Daten für Abonnements bereitgestellt werden. Diese Nachrichten (RSS-Feeds) werden von immer mehr Software unterstützt. Sie liefern automatisch die neuesten gewünschten Daten und erhöhen so die Informativität und den Komfort für den Benutzer.

RSS-Reader: Software zum Lesen von RSS-Feeds.

Semantisches Web: Unter anderem der HTML-Erfinder Tim Berners-Lee träumt davon, das Internet um Daten zu erweitern, die von Maschinen verstanden werden können. So könnte man genaue Antworten auf ausformulierte Fragen erhalten, anstatt die durch eine Suchanfrage getroffene Auswahl an Internetseiten selber nach der Antwort durchsuchen zu müssen.

SEO: Abkürzung für Search Engine Optimization. Um sich in den gigantischen Datenmengen des WWW so zu platzieren, dass man Aufmerksamkeit erregt, ist es wichtig, bei Suchmaschinen weit oben gelistet zu werden. Dazu kann man beispielsweise beitragen, indem man den HTML-Code und Seiteninhalt auf die Funktionsweise der Suchmaschinen abstimmt.

Social Bookmarking: Moderne Form der Lesezeichen im Browser. Hier werden die Favoriten online gespeichert und sind über Tags (Stichworte) und nicht über Ordnerstrukturen durchsuchbar. Gleichzeitig kann man Anregungen aus den Favoriten der anderen User bekommen. Beispiele: del.icio.us oder Mister Wong.

Social Commerce: Über das Netz können Kunden immer zielgerichteter über Produkte kommunizieren und spielen somit eine aktivere Rolle im Verkaufsprozess. Neue Entwicklungen im Handel betrachten den Kunden daher nicht mehr nur als Abnehmer der Produkte sondern beziehen ihn stärker in den Verkaufsprozess mit ein. Instrumente dafür sind beispielsweise Blogs, in denen die Kunden Meinungen zu den Produkten veröffentlichen dürfen. Durch die Kommunikation mit den Kunden sollen die Produkte besser auf die Kunden abgestimmt, also optimiert werden. Es gibt auch bereits Modelle, die den Kunden Gewinnbeteiligung ermöglichen, etwa wenn über Blogeinträge von Kunden neue Kunden gewonnen werden.

Social Media: Im Internet kann jeder Inhalte beisteuern, sei es in Blogs, Wikis, Communities oder anderen Projekten. Daher stehen sich Anbieter und Rezipienten von Informationen bei weitem nicht mehr so strikt gegenüber wie bei den älteren Massenmedien Zeitung, Radio und Fernsehen. Der Begriff Social Media bezeichnet diesen grundlegend geänderten Umgang mit Medien: Manche Gemeinschaften haben Millionen von Mitgliedern. Durch das Internet kann sich so sehr schnell und auf ganz neue Weise eine vorherrschende ´öffentliche´ Meinung bilden.

Social Navigation: Konzepte, mit denen sich User am Navigationsverhalten anderer orientieren können. Es ist zum Beispiel darstellbar, welche Produkte ein User, der ein Produkt für das man sich interessiert gekauft hat außerdem erworben hat.

Social Software: Oberbegriff für Software, die Kommunikation und Kooperation von Usern anregt. Dazu zählen beispielsweise Blogs, Wikis, Chats und Foren.

Tag: Tags sind Stichwörter, die Beiträgen oder Internetseiten zugeordnet werden. So entsteht eine nicht hierarchische Kategorisierung, mit der man gezielt nach Informationen suchen kann, zum Beispiel in Blogs oder Communities.

Tagging: Bezeichnet das Zuweisen von Tags zu bestimmten Daten.

Trackback: Fügt man beim Erstellen eines Blog-Artikels den Trackback Link eines Artikels eines anderen Blogs ein, wird der Verfasser dieses Artikels durch einen Backlink benachrichtigt. Meist ist es so, dass der verfasste Artikel, oder ein Ausschnitt davon dem Originalartikel automatisch als Kommentar zugefügt wird.

Tracking: Im Internet hinterlässt jede Handlung so deutliche Spuren, dass sie prinzipiell komplett nachverfolgbar ist. Durch Tracking (engl. track: Spur) kann man beispielsweise überprüfen, was mit persönlichen Daten alles passiert oder welche Kommentare über die eigene Person abgegeben werden.

Tweet: Ein Tweet ist eine Kurznachricht, die über den Dienst “Twitter” gesendet wird.

Vlogs: Abkürzung für Video Logs. Blogs, in denen die Posts nicht aus Textbeiträgen, sondern hauptsächlich aus Videos bestehen.

Vodcast: Abkürzung von Video-Podcast. Wie Podcasts, nur mit Video, statt mit Audio-Files.

Web 2.0: Dieser Ausdruck bezeichnet eine ganze Welle von neuen Entwicklungen im Internet, so dass er nicht trennscharf definiert werden kann. Im Zeitalter des Web 2.0 spielt die Interaktivität der User mit Websites eine große Rolle (Blogs, Wikis). Im Wesentlichen bezieht er sich auf die immer gezieltere und effektivere Vernetzung von Internetusern und Informationen im WWW und die zunehmende Flexibilität und Leistungsfähigkeit von Internetprojekten.

Watchblog: Ein Blog, das sich kritisch mit bestimmten Firmen oder Zeitungen auseinandersetzt. Bekanntestes Beispiel in Deutschland ist bildblog.de.

Weblog: Siehe Blog

Wiki: Ein Gemeinschaftsprojekt, zu dem jeder Inhalte beisteuern kann. Das bekannteste ist die seit 2001 bestehende Online-Enzyklopädie Wikipedia.